Lamm
Großleinungen liegt in einer romantischen Randbergsenke im Osten des Südharz, umgeben von vier Bergrücken, welche wiederum durch je ein Tal mit Straße und Wasserlauf voneinander getrennt sind.

Im Norden erhebt sich der 407 Meter hohe Eichenberg,
im Osten die 360 Meter hohe Mooskammer ,
im Westen der 321 Meter hohe Ankenberg und
im Süden der 316 Meter hohe Wallhäuser Berg in
dessen südlicher Verlängerung der Große Buchberg
( 320 Meter ) und in östlicher Verlängerung der
Sangerhäuser Berg mit dem Butterberg ( 308 Meter )
das Bild abrunden.

Die Ortshöhe über NN beträgt am Sportplatz und an der
Schlossecke am Beginn des Wallhäuser Weges 206 m.

Im Tal zwischen Eichenberg ( Kratzens Hang ) und der Mooskammer, sowie der Hohen Warte führt die Straße von Morungen nach Großleinungen. Dabei überquert sie 2 mal die Leine, welche in Höhe der Ziegelei auch den vom Kunstteich kommenden Erlbach aufgenommen hat.
Im Tal zwischen Mooskammer und Sangerhäuser Berg führt die Straße von Lengefeld nach Großleinungen. Linksseitig im Tal fließt der Lengefelder Graben, auch Teicheröder Bach genannt.
Im Tal zwischen Eichenberg und Ankenberg führt die Straße von Hainrode nach Großleinungen. Linksseits der Straße fließen die Wasser der Borstentalquelle, welche am Bleichenplatz von der Leine aufgenommen werden und rechts fließt der Ress- oder Ankenbach, der, nachdem er sich dem Ankenberg zuwendet, in der Ankenbachschwinde im Gebirge seinen Weg unterirdisch fortsetzt.
Im Tal zwischen Ankenberg und Wallhäuser Berg bzw. Großen Buchberg führt die Straße von Drebsdorf nach Großleinungen. Nachdem die Leine die Straße unterquert hat, nimmt sie den Lengefelder Graben an der "Flachsroste" auf und fließt weiter, bis sie bei Bennungen die Helme erreicht.

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Karte 1950

Heimat- und Wanderkarte des Kreises Sangerhausen von 1950



Geologisch gesehen, bietet Großleinungen eine Besonderheit.
Der Ort liegt genau auf dem Schnittpunkt zwischen dem großen Auslaugungstal des Südharzes und dem Durchbruchstal der Leine. Dieser Schnittpunkt ist hydrologisch besonders aktiv, was in der Geschichte zu starken Verkarstungsvorgängen
( zum Teil riesige Erdfälle ) nicht nur in der Ortslage führte.
Eine der bekanntesten Absenkungen finden wir im Garten der ehemaligen Pfarre ( jetzt Wohnhaus des Familie Schultz ).
Als es im Jahre 1894 wieder zu einem Erdfall kam, wurde dieser dem Berginspektor in Eisleben gemeldet.
Dieser Tatsache haben wir es zu verdanken, dass der gesamte Tatbestand dokumentiert wurde. Nachlesen kann man den Vorgang in der Mitteilungen des Karstmuseums Heft Nr. 12 "DIE SUCHE NACH SCHLOTTEN" von Christel und Reinhard VÖLKER.
Derartige Einbrüche haben schon immer die Phantasie angeregt und zu den merkwürdigsten Erzählungen Anlaß gegeben. Fast alle Einwohner von Großleinungen können Begebenheiten über Erdfälle in ihren Grundstücken erzählen. Dabei entstanden seltsame und manchmal unglaubwürdige Geschichten.
Seit vielen Generationen leben die Menschen in Großleinungen mit derartigen Erdfällen und werden sicher auch in der Zukunft weiter damit leben müssen.



Karte 1815

Geologische Karte der Grafschaft Mansfeld von 1815



Eine weitere geologische Besonderheit im Umfeld von Großleinungen ist die nördlich von Hainrode her kommend und bis über Morungen sich weiter hin ziehende Kupfer führende Erdschicht.
Diese führte schon im 13. Jahrhundert zur Anlage von Schächten. Zeugen hierfür sind die vielen kleinen Abraumhalden.



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